Von: Norbert Mottas
Gelungener Einstand des neuen Intendanten Gregor Bloéb
TIPS, 9. Juli 2009 - STADT HAAG. Mit feuchten Augen auf Seiten des Publikums, auch auch auf Seiten Gregor Bloébs, endete die Premiere von „Cyrano von Bergerac“. Die lautstarken Beifallskundgebungen des Publikums, die in Standingovations mündeten, rührten Gregor Bloéb sichtlich. Bloébs Rechnung war aufgegangen: Statt die Komödientradition des Theatersommers fortzusetzen, setzte er auf großes Theater – und der Erfolg gab ihm Recht.

Die Inszenierung faszinierte immer wieder durch wunderbar komponierte Bilder auf der Bühne. Foto: Norbert Mottas
Feine Übergänge
Die Begeisterung des Publikums war mehr als berechtigt: Was die Regisseurin Bettina Hering unter der Intendanz von Gregor Bloéb und mit dem Hauptdarsteller Gregor Bloéb auf die Bühne brachte, ist eine Meisterleistung.
Die feinen Übergänge zwischen komödiantischen und tragischen Passagen kamen vollkommen ohne Rührseligkeiten und Slapstick aus und wirkten umso berührender und authentischer. „Wer je geliebt hat, wird von dem Stück fasziniert sein“, meinte Bloéb.
Hering tat gut daran, weite Teile in der Originalübersetzung zu belassen: eine wunderbare Sprache, insbesondere aus dem Mund Bloébs vermittelte den Zauber, der großes Theater ausmacht. Sehr gelungen ist auch der Einsatz der Formation „Mondscheiner“ als Theatermusik, noch dazu wo das Stück im Vollmond endet. Schließlich ist Bloéb und Hering auch eine perfekte und schlüssige Besetzung der Rollen gelungen, von Gerti Drassl als „Roxane“ bis zum Mondscheiner Manuel Rubey als „Christian“.
Bloébs Rechnung ging nicht nur in künstlerischer Hinsicht auf: Auch der Kartenvorverkauf übertraf alle Erwartungen. Es mussten sogar zwei Zusatzvorstellungen eingeschoben werden. Informationen über Restplätze gibt es unter 07434/44600.
